Art des benötigten Schutzes

Einmalschutz

Was ist Chlorinierung?

Es handelt sich bei der Chlorinierung um eine Spülung der Handschuhe mit Wasser, das gelöstes Chlor enthält. Anschließend erfolgen eine Neutralisierung und weitere Spülungen, um alle eventuellen Rückstände zu beseitigen. Die Chlorinierung kann innerhalb der Produktionskette durchgeführt werden (der Handschuh wird dann innen chloriniert) oder nach Fertigstellung des Hanschuhs (der Handschuh wird dann innen und außen chloriniert). Das Chlor verändert die chemische Struktur an der Handschuhoberfläche. Es handelt sich dabei um eine dauerhafte Veränderung, die nicht reversibel ist. Die Chlorinierung wird auch manchmal Halogenierung.

Schutz vor Flüssigkeiten

Was ist Chlorinierung?

Es handelt sich bei der Chlorinierung um eine Spülung der Handschuhe mit Wasser, das gelöstes Chlor enthält. Anschließend erfolgen eine Neutralisierung und weitere Spülungen, um alle eventuellen Rückstände zu beseitigen. Die Chlorinierung kann innerhalb der Produktionskette durchgeführt werden (der Handschuh wird dann innen chloriniert) oder nach Fertigstellung des Hanschuhs (der Handschuh wird dann innen und außen chloriniert). Das Chlor verändert die chemische Struktur an der Handschuhoberfläche. Es handelt sich dabei um eine dauerhafte Veränderung, die nicht reversibel ist. Die Chlorinierung wird auch manchmal Halogenierung.

Arbeitsschutz

DMF - Was ist das?

Dimethylformamid (DMF) ist ein Lösungsmittel, das in zahlreichen Anwendungen der chemischen Industrie sowie zur Herstellung von Handschuhen aus Polyurethan (PU) und Derivaten eingesetzt wird.

DMF ist eine chemischer Stoff, der während der Verwendung eingeatmet oder über die Haut aufgenommen werden kann. Er wird als gesundheitsschädlich bei Einatmen und bei Hautkontakt eingestuft. Im Fall langfristiger oder wiederholter Exposition kann DMF die Funktion der Leber beeinträchtigen. In mehreren Ländern wurden Arbeitsplatzgrenzwerte für DMF festgelegt, welche die maximal zulässige Konzentration des Stoffes in der Luft angeben. Die PU-Handschuhe von MAPA entsprechen diesen Anforderungen.

Um das Risiko einer DMF-Exposition auszuschließen, bietet MAPA ein umfangreiches Sortiment an Nitrilhandschuhen (z.B. Ultrane 553, Ultrane 562, Krynit 563, Krynit 582) an sowie einen Handschuh, der mit Polyurethan auf Wasserbasis beschichtet ist (Ultrane 595). Bei der Herstellung des letztgenannten Produktes wird das Lösungsmittel DMF durch Wasser ersetzt.

Schnittschutz

DMF - Was ist das?

Dimethylformamid (DMF) ist ein Lösungsmittel, das in zahlreichen Anwendungen der chemischen Industrie sowie zur Herstellung von Handschuhen aus Polyurethan (PU) und Derivaten eingesetzt wird.

DMF ist eine chemischer Stoff, der während der Verwendung eingeatmet oder über die Haut aufgenommen werden kann. Er wird als gesundheitsschädlich bei Einatmen und bei Hautkontakt eingestuft. Im Fall langfristiger oder wiederholter Exposition kann DMF die Funktion der Leber beeinträchtigen. In mehreren Ländern wurden Arbeitsplatzgrenzwerte für DMF festgelegt, welche die maximal zulässige Konzentration des Stoffes in der Luft angeben. Die PU-Handschuhe von MAPA entsprechen diesen Anforderungen.

Um das Risiko einer DMF-Exposition auszuschließen, bietet MAPA ein umfangreiches Sortiment an Nitrilhandschuhen (z.B. Ultrane 553, Ultrane 562, Krynit 563, Krynit 582) an sowie einen Handschuh, der mit Polyurethan auf Wasserbasis beschichtet ist (Ultrane 595). Bei der Herstellung des letztgenannten Produktes wird das Lösungsmittel DMF durch Wasser ersetzt.

PEHD - Was ist das?

PEHD oder HDPE steht für PolyEthylen Hoher Dichte. 

Bei Polyethylen handelt es sich um ein künstlich hergestelltes Polymer, was zahlreiche Einsatzbereiche hat, z.B. bei der Herstellung von Verpackungsmaterialien oder Fasern.

PEHD-Fasern werden häufig bei der Produktion von Schutzhandschuhen eingesetzt, da sie selbst bei geringer Materialstärke gute Schnittbeständigkeit mit Fingerfertigkeit kombinieren.

Temperaturschutz

Kontaktwärme nach EN 407: Wie unterscheiden sich die Leistungniveaus?

Gemäß der Norm EN 407 (Schutzhandschuhe gegen Hitze und/oder Feuer) müssen Schutzhandschuhe gegen Hitze und/oder Feuer in einer der folgenden Formen schützen: Feuer, Kontaktwärme, Konvektive Wärme, strahlungswärme, kleiner Spritzer geschmolzenen Metalls oder große Menegen flüssigen Metalls. 

MAPA Professionnel prüft einige Handschuhe auf ihr Verhalten bei Kontaktwärme. D.h. der Wärmedurchgang an der Handschuhinnenfläche wird gemessen. Dabei wird gemessen, ob es länger als 15 Sekunden dauert, dass sich die Temperatur innerhalb des Handschuhs um 10°C erhöht, während der Handschuh die gesamte Zeit mit einem heißen Gegenstand in Kontakt ist. 

Zur Bestimmung des Leistungslevels des Handschuhs variiert die Temperatur des heißen Gegenstandes:

Leistungslevel     Kontakttemperatur     Schwellenwertzeit
 1                           100 ° C                        15 Sek.
 2                           250 ° C                        15 Sek.
 3                           350 ° C                        15 Sek.
 4                           500 ° C                        15 Sek.

Einige Materialien können bei hohen Temperaturen schmelzen und die mechanischen Eigenschaften des Handschuhs beeinflussen. Die Form der Materialveränderung (Degradation) wird von der EN 407 nicht berücksichtigt.

Verbrennungen ersten, zweiten oder dritten Grades: Wo ist der Unterschied?

Bei Verbrennungen wird das Gewebe durch übermäßige Hitzeeinwirkung geschädigt. Ursache können Flammen, heiße Dämpfe, Gase oder Flüssigkeiten sein, aber auch Sonneneinstrahlen, Reibung oder Strom. Man unterscheidet zwischen drei Graden je nachdem wie schwer die Hautschädigung ist.

Verbrennungen ersten Grades: Bei Verbrennungen ersten Grades ist die Haut oberflächlich verbrannt (Epidermis). Typische Symptome wie Rötungen und Schmerzen sind in der Regel nach ein paar Tagen verheilt.

Verbrennungen zweiten Grades: Hierbei kommt es nicht nur zur Schädigung der Oberhaut (Epidermis), sondern auch der darunter liegenden Lederhaut (Dermis). Je nachdem wie stark die Schädigung der Lederhaut ist, unterscheidet man zwischen einer oberflächlichen (Grad 2a) oder einer tiefen Verbrennung (Grad 2b). Neben Rötungen, Schwellungen und Schmerzen kann es zu Blasenbildung kommen. Der Heilungsprozess ist abhängig von der Tiefe der Verbrennung und kann mehrere Wochen dauern.

Verbrennungen dritten Grades: Bei Verbrennungen dritten Grades sind alle Hautschichten zerstört (Epidermis, Dermis und Subkutis). Die Haut muss durch ein Transplantat ersetzt werden. 

Bereits bei Temperaturen über 42°C können je nach Dauer der Wärmeeinwirkung Schädigungen der Haut auftreten. 

Schutz vor biologischen Gefahren

Chemikalienschutz

Chemische Beständigkeitstabelle: Wie wird sie gelesen?

Die Informationsbroschüren von Mapa Professionnel informieren Sie detailliert über die Leistungsfähigkeit der Schutzhandschuhe gegenüber chemischen Produkten. Wie ist sie zu verstehen?

Zwei Phänomene charakterisieren die Beständigkeit eines Handschuhs bei Kontakt mit einem gegebenen chemischen Produkt:

1. die Degradation: Beschädigung des Handschuhs, die sich in einer Veränderung der physikalischen Eigenschaften (z. B.: Erweichung, Verhärtung, Quellung) ausdrückt.

2. die Permeation: Schrittweises Durchdringen von Chemikalien durch ein Handschuhmaterial auf Molekularebene (charakteristisch beispielsweise für Lösungsmittel). Ein Phänomen, das sich progressiv vollzieht, manchmal ohne sichtliche Zersetzung des Handschuhs.

Die Tabellen von Mapa Professionnel liefern deshalb die Ergebnisse der Degradations- und Permeationsprüfungen, die im Labor durchgeführt wurden (Beschreibung der Prüfungen an späterer Stelle). Hieraus werden verschiedene Indizes abgeleitet:
Ein Degradationsindex (von 1 bis 4) - ein höherer Index entspricht einer schwachen Degradation des Handschuhs bei Kontakt mit dem chemischen Produkt.

Die Durchbruchzeit (in Minuten) - resultierend aus der Permeationsprüfung, die – sofern nichts Gegensätzliches vermerkt ist  - gemäß der Norm EN 374 durchgeführt wurde.

Ein Permeationsindex (von 1 bis 6) – entsprechend der Norm EN 374 entspricht ein hoher Index einer langen Durchbruchszeit des chemischen Produkts durch den Handschuh.

Zur Auswahl des optimalen Handschuhs bietet Ihnen Mapa zum Abschluß einen chemischen Beständigkeitsindex, der sich aus beiden Indizes zusammensetzt und folgendermaßen zu lesen ist:

CHEMISCHER BESTÄNDIGKEITSINDEX

+ + Der Handschuh kann für längeren Kontakt mit der Chemikalie verwendet werden (innerhalb der Durchbruchszeit)

+ Der Handschuh kann für zeitweiligen Kontakt mit der Chemikalie verwendet werden (für eine geringere Gesamtdauer als die Durchbruchszeit)

= Der Handschuh kann zum Schutz vor Chemikalienspritzern verwendet werden

- Die Verwendung des Handschuhs wird nicht empfohlen

Degradation: Wie misst man Degradation?

Messmethode:

Aus der Handfläche des Handschuhs wird eine Materialprobe herausgeschnitten und in die Testapparatur eingespannt – diese enthält die zu prüfende Chemikalie.
Die Testapparatur wird umgedreht; der Handschuh kommt nun in Berührung mit dem chemischen Produkt.
Nach einer Stunde Kontakt wird die Testapparatur erneut gedreht und unmittelbar danach wird mit einer Nadel entsprechend der Norm EN 388 eine Durchstichprüfung durchgeführt.

Ergebnis:
Die verbleibende Durchstichfestigkeit nach einer Stunde Chemikalienkontakt (sog.  Restkraft) wird gemessen und in Newton ausgedrückt. Das Ergebnis kann entsprechend der folgenden Tabelle in den Degradationsindex übertragen werden:

Restkraft
(in Newton) <5 5 bis 10 11 bis 15 >15
Degradationsindex 1 2 3 4

Also ist der Handschuh mit dem höchsten Index der Degradationsbeständigste.

Praktische Interpretation der Daten der chemischen Beständigkeit

Im Mapa-Katalog ist eine Vergleichstabelle mit einigen Haupthandschumaterialien enthalten mit deren Hilfe Sie eine Vorauswahl hinsichtlich der Eignung eines Materials gegenüber einer Chemikalie treffen können.

Die chemischen Beständigkeitstabellen fassen zahlreiche Prüfungsergebnisse zusammen, hauptsächlich mit reinen Lösungsmitteln sowie Säuren, Basen, Desinfektionsmitteln etc… oder in bestimmten, angegebenen Konzentrationen. Mapa bemüht sich ständig, diese Tabellen zu erweitern, indem regelmäßig neue Prüfungsergebnisse von Chemikalien ergänzt werden.

Es ist nicht möglich, daraus Zahlenangaben für komplexere Produkte, wie z.B. Lösungsmittelgemische, abzuleiten. Um den für ein Lösungsmittelgemisch geeigneten Handschuh zu ermitteln, wenden Sie sich bitte an den Technischen Kundendienst von Mapa.

Die Angaben basieren auf den Ergebnissen der Laborprüfungen, die von der jeweiligen Anwendung in der Praxis abweichen können. Deshalb wird empfohlen, in einer vorhergehenden Prüfung sicherzustellen, daß die Handschuhe für diese spezifische Anwendung geeignet sind.

Möchten Sie den optimalen Handschuh für eine chemische Anwendung ermitteln, die noch nicht in den Mapa-Tabellen enthalten ist? Wenden Sie sich mit den folgenden detaillierten Informationen an den Technischen Kundendienst in Ihrem Land:

Chemikalie(n) - Geben Sie den Namen der Chemikalie an. Vergessen Sie keine Produkte, die in einem Gemisch enthalten sind (liefern Sie wenn möglich ein Sicherheitsdatenblatt des Gemischs). Geben Sie die Temperatur, die Art des Kontakts (Spritzer, wiederholter Kontakt…) detailliert an.
Weitere Risiken : Geben Sie sonstige chemische Kontakte, notwendige mechanische Beständigkeit, sowie Anforderungen hinsichtlich Wärme- oder Kälteschutz etc. an.
Einschränkende Bedingungen des Arbeitsplatzes: vorzunehmende Bewegungen (notwendige Griffsicherheit, Feingefühl), Länge des Handschuhs, rutschfeste Beschichtung, Lebensmittelkontakt etc.

Permeation: Wie misst man Permeation?

Methode: gemäß Norm EN 374-3

Ein Handschuhmuster wird in eine Prüfzelle eingespannt. Das Handschuhmaterial bildet eine Membran zwischen den zwei getrennten Kammern.
Die zu testende Chemikalie wird in der Kammern gefüllt. Die Vorderseite des Musters, die der Handschuhaußenseite entspricht, wird so mit der Chemikalie in Kontakt gebracht.
Eine Flüssigkeit oder ein Gas zirkuliert in der anderen Kammer. Es wird in periodischen Abständen geprüft, ob sich die Chemikalie auf dieser Seite feststellen läßt und somit den Handschuh durchdrungen hat.

Ergebnis:
Durch diese Prüfung wird die Durchbruchszeit der Chemikalie durch den Handschuh (in Minuten) gemessen, und zwar unter Bedingungen, die dem völligen Eintauchen des Handschuhs entsprechen.
Die Prüfung wird bei 30°C durchgeführt, um Handwärme zu simulieren.
Die Prüfung dauert maximal 8 Stunden. Falls keine Permeation stattgefunden hat, wird das Ergebnis mit >480 Minuten angegeben.
Gemäß der Norm EN 374 ist die Durchbruchszeit gemäß der folgenden Tabelle in den Permeationsindex zu übertragen:

Durchlaufzeit
höher als (Min.) 10 30 60 120 240 480
Permeationsindex 1 2 3 4 5 6

Also ist der Handschuh mit dem höchsten Index derjenige mit der höchsten Permeationsbeständigkeit.
Der Index 0 zeigt an, daß die Durchbruchszeit kleiner oder gleich 10 Minuten war.