Wählen Sie eine Schutzkategorie
A
- anatomisch
Die Handschuhe sind anatomisch, wenn es für die rechte und die linke Hand unterschiedliche Formen gibt.
B
- beidhändig
Handschuhe, die beidhändig sind, können an beiden Händen gleichermaßen getragen werden. Dies trifft vorwiegend auf Einmalhandschuhe zu.
- Butyl
Butyl bietet eine hervorragende chemische Beständigkeit gegenüber Ketonen, Säuren, Estern und Aminderivaten. Es ist ein flexibles, synthetisches Material, das die Fingerfertigkeit des Anwenders erhält. Da Butyl ein sehr hochwertiges Material ist, fällt es in die Kategorie der Spezialpolymere. Diese werden nur für Anwendungen eingesetzt, die einen besonders hohen Schutz gegen bestimmte Chemikalien erfordern.
Allerdings weist Butyl bei starken mechanischen Belastungen nur eine geringe Beständigkeit auf. Daher empfiehlt sich ein Handschuh mit höherer Wandstärke und Baumwollinnenstrick einzusetzen, um so die mechanische Beständigkeit und damit auch die Haltbarkeit zu erhöhen. Butyl eignet sich nicht bei längerem Kontakt mit aromatischen oder chlorierten Lösungsmitteln, da diese zu einer schnellen Degradation des Materials führen.
C
- Chloriniert
Sorgt für leichtes An- und Ausziehen der Handschuhe, ohne dass eine höhere Materialstärke oder der Einsatz von Puder erforderlich ist. Verringert das Allergierisiko bei Handschuhen aus Naturlatex.
D
- Degradation
Degradation bezeichnet die physikalische Veränderung von Materialeigenschaften eines Schutzhandschuhs durch das Einwirken einer Chemikalie. So kann es beispielsweise zu Verhärtungen oder Erweichungen des Materials kommen, die die Elastizität oder Weiterreißfestigkeit des Handschuhs beeinflussen. Zusätzlich kann auch das chemische Schutzleistungsverhalten des Handschuhs beeinflusst werden.
Man unterscheidet zwischen reversiblen und irreversiblen Degradationen. Während Materialquellungen in vielen Fällen reversibel sind, stellen Versprödungen, Verhärtungen oder Materialschrumpfung in der Regel irreversible Degradationen dar, die nicht mehr rückführbar sind.
- DMF
Dimethylformamid (DMF) ist ein Lösungsmittel, das in zahlreichen Anwendungen der chemischen Industrie sowie zur Herstellung von Handschuhen aus Polyurethan (PU) und Derivaten eingesetzt wird.
DMF ist eine chemischer Stoff, der während der Verwendung eingeatmet oder über die Haut aufgenommen werden kann. Er wird als gesundheitsschädlich bei Einatmen und bei Hautkontakt eingestuft. Im Fall langfristiger oder wiederholter Exposition kann DMF die Funktion der Leber beeinträchtigen. In mehreren Ländern wurden Arbeitsplatzgrenzwerte für DMF festgelegt, welche die maximal zulässige Konzentration des Stoffes in der Luft angeben. Die PU-Handschuhe von MAPA entsprechen diesen Anforderungen.
Um das Risiko einer DMF-Exposition auszuschließen, bietet MAPA ein umfangreiches Sortiment an Nitrilhandschuhen (z.B. Ultrane 553, Ultrane 562, Krynit 563, Krynit 582) sowie zwei Handschuhe, die mit wasserbasiertem PU beschichtet sind (Ultrane 555 sowie Ultrane 595). D.h. bei der Herstellung dieser beiden Handschuhe wird das Lösungsmittel DMF durch Wasser ersetzt.
- Durchbruchzeit
Die Durchbruchzeit bezeichnet die Dauer zwischen dem ersten Kontakt einer Prüfchemikalie auf der Außenfläche eines Schutzhandschuhs und ihrem anschließenden Auftreten auf der Handschuhinnenseite. Es wird also die Durchdringung (Permeation) einer Chemikalie durch das Handschuhmaterial auf molekularer Ebene getestet.
F
- Fluorelastomer
Fluorelastomer ist ein leistungsstarkes Polymer, das für längeren Kontakt mit aromatischen Lösungsmitteln, schwefelhaltigen Verbindungen und Aminen geeignet ist.
Aufgrund der Mehrschichttechnologie verfügen die Handschuhe aus Fluorelastomer von Mapa Professionnel über eine hohe chemische Beständigkeit und eine hervorragende Flexibilität.
Fluorelastomer ist ein hochwertiges Material, das damit in die Kategorie der Spezialpolymere fällt, die nur für Anwendungen eingesetzt werden, die einen sehr hohen Schutz gegen bestimmte Chemikalien erfordern.
Hinweis: Fluorelastomer ist nicht für den längeren Kontakt mit Ketonen, organischen Säuren und Acetaten geeignet.
G
- Gepudert
Erleichtert das An- und Ausziehen des Handschuhs ohne die Wandstärke zu erhöhen.
N
- Naturlatex
Naturlatex bietet außergewöhnliche Flexibilität und Elastizität. Handschuhe aus Naturlatex passen sich der Handform an und erhalten dadurch die Fingerfertigkeit und den Komfort des Anwenders, auch bei Tätigkeiten in kalter Umgebung. Dieses Polymer hat selbst bei geringen Wandstärken hervorragende mechanische Eigenschaften. Es zeichnet sich vor allem durch eine gute Weiterreiß- und Durchstichfestigkeit aus. Im Umgang mit Chemikalien schützt Naturlatex gegen zahlreiche Säuren, Basen, Alkohole und Ketone.
In einigen seltenen Fällen können Naturlatexproteine allergische Reaktionen hervorrufen. Personen mit einer Allergie auf Naturlatexproteine empfehlen wir daher den Gebrauch von synthetischen Materialien wie Nitril oder Neopren. Naturlatex empfiehlt sich nicht für den Kontakt mit Ölen, Fetten, Erdölprodukten, stark oxidierenden Säuren sowie aromatischen oder chlorierten Lösungsmitteln. Außerdem kann sich Naturlatex bei längerer Einwirkung von Licht, UV-Strahlen oder Ozon zersetzen.
- Neopren
Neopren ist ein äußerst vielseitiges Polymer aufgrund seiner ausgezeichneten Beständigkeit gegen Chemikalien und seiner hohen Flexibilität. Es schützt sehr gut gegen Säuren, Basen, Öle, Fette, Alkohole, Erdölprodukte, Ketone, aliphatische Lösungsmittel sowie zahlreiche Industriegase und -dämpfe. Darüber hinaus bietet die hohe Flexibilität des Materials optimale Fingerfertigkeit und hohen Komfort.
Neopren weist hervorragende thermische Eigenschaften auf: Es bietet Schutz gegen Kontaktwärme und -kälte sowie Feuerbeständigkeit (geeignet für Anwendungen in der Nähe von Flammen). Neopren weist ein gutes Alterungsverhalten auf, da es sich bei längerer Einwirkung von Licht, Ozonoder UV-Strahlen nicht zersetzt.
Auf der anderen Seite hat Neopren bei starken Belastungen in chemischen Umgebungen nur eine geringe mechanische Beständigkeit. In solchen Arbeitsumgebungen empfiehlt MAPA Professionnel einen Handschuh mit hoher Wandstärke sowie Baumwollinnenstrick einzusetzen, um so die mechanische Beständigkeit und damit auch die Haltbarkeit des Handschuhs zu erhöhen. Neopren eignet sich nicht für den langen Kontakt mit stark oxidierenden Säuren sowie aromatischen oder chlorierten Lösungsmitteln, weil diese zu einer schnellen Degradation des Neoprens führen.
- Nitril
Nitril oder auch Butadien-Acrylonitril-Kautschuk (NBR) genannt, bietet im Allgemeinen eine sehr gute Beständigkeit gegen Öle, Fette und Kohlenwasserstoffderivate sowie gegen aromatische oder chlorierte Lösungsmittel. Es zeichnet sich durch eine hervorragende Abrieb- und Durchstichfestigkeit aus. Nitril ist proteinfrei und hat nur einen geringen Anteil an Beschleunigerstoffen. Daher ist es selbst bei langen Tragezeiten sehr hautverträglich.
Dafür ist Nitril im Vergleich zu anderen Elastomeren steifer. Dadurch kann unter Umständen die Fingerfertigkeit leicht eingeschränkt werden. Dieser Effekt wird bei Einsatz in kalten Umgebungen (< -40°C) noch verstärkt. Nitril ist nicht geeignet für den längeren Kontakt mit Ketonen, stark oxidierenden Säuren, Estern oder Aldehyden.
P
- Permeation
Die Permeation ist das Durchdringen des Handschuhmaterials von einer Chemikalie auf molekularer Ebene. Hierbei „wandern" (diffundieren) die Moleküle mit der Zeit durch das Schutzmaterial und gelangen auf diese Weise zur Haut des Anwenders. Die Permeation eines Gefahrstoffes durch das Schutzmaterial vollzieht sich in drei Schritten: An der Oberfläche des Handschuhes wird der Gefahrstoff von dem Schutzmaterial aufgenommen (Absorption), anschließend wandern die Moleküle in Richtung des Konzentrationsgefälles durch die Schutzmembran D(iffusion), bis sie auf der Innenseite des Handschuhes wieder abgegeben werden, um schließlich in Kontakt mit der Hand und somit der Haut des Verwenders zu kommen (Desorption).
Bei der Permeation ist es wichtig zu wissen, dass die Molekülwanderung durch das Material praktisch schon beim ersten Kontakt mit der chemischen Substanz beginnt und fortschreitet, auch wenn der Kontakt zwischen dem Handschuh und der Chemikalie noch vor dem Erreichen des Durchbruches zeitweilig oder ganz unterbrochen wird. Dieser Effekt ist für die Frage nach der Wiederverwendung von Chemikalienschutzhandschuhen von entscheidender Bedeutung, denn oftmals ist keine sichtbare Beschädigung oder Durchdringung des Handschuhs zu erkennen.
- PVC
PVC bzw. Polyvinylchlorid bietet gute Beständigkeit gegen zahlreiche Säuren und Basen sowie gute mechanische Beständigkeit für Handschuhe mit Baumwollinnenstrick. PVC enthält keine Allergene wie Proteine oder Beschleuniger und ist daher besonders hautverträglich. Zusätzlich weist PVC ein gutes Alterungsverhalten auf: Es zersetzt sich nicht bei längerer Exposition gegenüber Licht, Ozon oder UV-Strahlen. PVC-Handschuhe können daher sehr lange gelagert werden, ohne dass sich ihre Eigenschaften verändern.
Beim Umgang mit chemischen Lösungsmitteln wie Ketonen oder Alkanen wird jedoch vom Gebrauch von PVC-Handschuhen abgeraten, da der Kontakt mit diesen Produkten zu einer Extraktion der Weichmacher und somit zu einer Verhärtung des Handschuhs führt. Für den Umgang mit heißen Teilen (>80°C) sind diese Handschuhe ebenfalls ungeeignet, da PVC bei hohen Temperaturen schmilzt.
T
- Textilgefüttert
Innen Baumwollstrick oder Synthetikmaterial für besseren Tragekomfort.
Besonders für Langzeitarbeiten geeignet.
V
- Velourisiert
Textilfasern auf Baumwollbasis im Handschuhinneren. Fühlt sich weich und flauschig an, vergleichbar mit einem feinen Teppichboden. Gute Schweißaufnahme.












