Einzelheiten

Neufassung der Norm EN 374 für Chemikalienschutzhandschuhe

18 April 2017

Die wichtigsten Änderungen und Neuerungen auf einen Blick

Die europäische Norm EN 374, welche die Anforderungen an Schutzhandschuhe für den Umgang mit Chemikalien festlegt, wurde überarbeitet. Hiernach haben wir für Sie die wichtigsten Änderungen und Neuerungen aufgeführt. Oder laden Sie unser Informationsblatt zu dem Thema herunter.  

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:
  • Klassifikation der Schutzhandschuhe hinsichtlich der Permeation in drei Typen (A, B und C)
  • Überarbeitung der Anforderungen an die Kennzeichnung:
    - Wegfall des Piktogramms Becherglas (Eingeschränkter Schutz gegen Chemikalien)
    - nur noch Piktogramm mit Erlenmeyerkolben plus Angabe des Typs (A, B oder C) sowie der Prüfchemikalien
  • Erweiterung der Liste der Prüfchemikalien von12 auf 18
  • Überführung der Anforderungen zur Beständigkeit gegen Mikroorganismen in eigenen Teil der Normenreihe
  • EN 16523-1:2015 ersetzt EN 374-3:2003 zur Bestimmung des Widerstandes gegen Permeation (keine bedeutende Auswirkungen auf das Prüfverfahren
  • Berücksichtigung der EN 374-4:2013 zur Bestiimung des Widerstandes gegen Degradation

 

Welche Auswirkungen hat die Überarbeitung der Norm für den Anwender? 

Normen dienen dazu, Produkte miteinander vergleichbar zu machen durch eine einheitliche Zertifizierung. Diese Funktion bleibt durch die Neufassung unberührt. Für den Anwender ergeben sich daher keine wirklichen Auswirkungen.

Weiterhin entscheidend für die Auswahl eines geeigneten Schutzhandschuhs bleibt die konkrete Anwendung unter Berücksichtigung der Einsatzbedingungen und weiterer Faktoren. Die Ausgangsbasis für die Handschuhauswahl bildet weiterhin eine Gefährdungsbeurteilung. Unsere erfahrenen Mitarbeiter vor Ort stehen Ihnen hierfür gerne zur Verfügung.